
Biografie
Lotte Loebinger
Die Tochter einer jüdisch-protestantischen Arztfamilie war nach dem Schulbesuch Kindergärtnerin, später Verkäuferin in Kiel. Nach dem frühen Tod der Eltern arbeitete sie im Kommunistischen Jugendverband mit. 1925 begann ihre schauspielerische Laufbahn in Breslau. Danach stand sie vor allem in Berlin auf der Bühne. 1929 bis 1931 spielte sie während einer ausgedehnten Tournee des Piscator-Kollektivs durch Deutschland und die Schweiz in dem Stück § 218 (Frauen in Not). In Fritz Langs Klassiker M gab sie 1931 ihr Filmdebüt.
Vor den Nationalsozialisten flüchtete die überzeugte Kommunistin nach Moskau, wo sie Theater spielte und in dem antifaschistischen Film Kämpfer auftrat. Während des Krieges war sie Sprecherin bei Radio Moskau und am Sender „Freies Deutschland“. Nach dem Krieg kam sie 1945 nach Berlin zurück. Hier spielte sie meist am Deutschen Theater und am Maxim-Gorki-Theater.
In Ost-Berlin spielte sie zunächst am Kleinen Theater unter den Linden, 1950/51 am Deutschen Theater, 1951 am Maxim-Gorki-Theater. Sie spielte 1946 in Gerhard Lamprechts Jugend- und Trümmerfilm Irgendwo in Berlin.[2]
Als Filmschauspielerin erhielt sie zahlreiche Neben- und Hauptrollen bei der DEFA und beim DFF.
So war sie in dem DEFA-Klassiker und Märchenfilm Der Teufel vom Mühlenberg von 1955 als Müllerin der Talmühle zu sehen. Sie war als Darstellerin die ideale Arbeitermutter mit sozialistischer Überzeugung; so als die Fürsorgerin Herta Scholz in Frauenschicksale. Als bitter und misstrauisch, aber nicht böse gewordene Bauersfrau Situra trat sie in Kurt Maetzigs Schlösser und Katen auf. Ab 1959 war sie auch in TV-Filmen zu sehen, z. B. 1967 als Mutter Mörschel in Kleiner Mann – was nun? Äußerst gegensätzliche Rollen spielte sie in zwei TV-Filmen von Thomas Langhoff: als schrullige Druckerei-Hilfsarbeiterin Klara in Ich will nicht leise sterben und als bornierte wie sympathische Kleinbürgerin Julia in Guten Morgen, du Schöne! nach einem Tonbandprotokoll von Maxie Wander.
Lotte Loebinger heiratete 1927 den Politiker Herbert Wehner. Bereits in der Zeit des sowjetischen Exils trennten sich ihre Wege, die Scheidung erfolgte erst später.
Loebinger war lange Jahre Mitglied der SED und Ehrenmitglied des Maxim-Gorki-Theaters.
Filme und Serien mit Lotte Loebinger
★ 6.2
Das kalte Herz
1950
★ 6.0
Irgendwo in Berlin
1946
★ 5.7
Ernst Thälmann - Sohn seiner Klasse
1954
★ 5.1
Grüne Hochzeit
1989
★ 6.0
Die Taube auf dem Dach
1990
★ 6.2
Der Prinz hinter den sieben Meeren
1982
★ 7.3
Ehe im Schatten
1947
★ 8.1
Als Unku Edes Freundin war
1981
★ 3.8
Der Staatsanwalt hat das Wort
1965
★ 3.8
Der Staatsanwalt hat das Wort
1965
★ 6.1
Für die Liebe noch zu mager
1974
★ 6.0
Frauenschicksale
1952
★ 7.5
Jan auf der Zille
1986
★ 6.8
Als Martin vierzehn war
1964
★ 6.2
Semmelweis – Retter der Mütter
1950
★ 8.2
Der Teufel vom Mühlenberg
1955
★ 5.2
Liebeserklärung an G.T.
1971
★ 6.0
Sie kannten sich alle
1958
★ 7.3
Straßenbekanntschaft
1948
★ 8.0
Das russische Wunder
1963
★ 6.5
Einmal ist keinmal
1955
★ 7.0
Борцы
1936
★ 8.3
Musterknaben
1959
★ 7.0
Jahrgang 21
1958
★ 7.0
Und wieder 48
1948
★ 7.0
Toter Winkel
1960
★ 8.0
Schlösser und Katen
1957
★ 8.0
Grube Morgenrot
1948
★ 8.0
Der Mann und sein Name
1983
★ 7.0
Adamski
1993
★ 9.0
Auftrag: Überleben
1977
★ 8.0
Ein letzter Wille
1994
★ 8.0
52 Wochen sind ein Jahr
1955
★ 10.0
Saure Wochen - Frohe Feste
1950
★ 4.0
Blanka
1978
★ 7.0
Engel im Fegefeuer
1965
★ 7.0
Der Mann mit dem Ring im Ohr
1984
★ 7.0
Der Wüstenkönig von Brandenburg
1973
★ 8.0
Der Moorhund
1960
★ 10.0
Eine Stadt steht kopf
1933
★ 8.0
Tempel des Satans
1962
★ 9.0
Kleiner Mann – was nun?
1967
★ 8.0
Agentur Herz
1991
★ -
Testamente
1989
★ -
Maria
1974
★ -
Zwischen vierzig und fünfzig
1974
★ -
Das tote Tal
1957
★ -
Das Mädchen Störtebeker
1980
★ -
Ein Engel namens Flint
1991
★ -
Guten Morgen, du Schöne
1990
★ -
Abschied vom Frieden
1979